Scannen Sie doch mal ein paar Fische!

8. Mrz. 2015

Das Gerücht geht um, dass Artec Scanner oft mit verrückten Gegenständen arbeiten. Würde es Ihnen gefallen, ein paar Fische zu scannen? Alles klar! Diese Fähigkeit ist übrigens wichtiger, als man zunächst denkt – lassen Sie uns Ihnen erklären, warum:

Fische sind ein gutes Beispiel für ein Objekt, dessen Form sich ändert wenn es sich bewegt. Hierbei verzerren sich die Verknüpfungen und die Registrierung. Es gibt allerdings einige einfache Tricks, die es uns ermöglichen, solche Objekte zu scannen.

Hängen Sie es auf

Die einfachste und wahrscheinlich schnellste Möglichkeit ein Objekt mit wechselnder Oberfläche zu scannen besteht darin, das Objekt zu fixieren und es anschließend von allen Winkeln zu scannen. Sie könnten es zum Beispiel an einem Faden aufhängen. So kann das Objekt sich drehen und Sie müssen nicht selbst um es herum gehen, um es zu scannen.

Natürlich gibt es einige Nachteile dieser Methode. Schwere Gegenstände können ihre Form aufgrund ihres Gewichts verändern. Außerdem wird das Heben und Aufhängen schwieriger, je schwerer das Objekt ist.

Wenn das Objekt aber nicht zu groß ist, sollten Sie diese Methode in jedem Fall ausprobieren. Übrigens wird das Betrachten eines Fisches, der sich an einer Schnur wendet, in einigen Kulturen als beruhigend angesehen, besonders für das Nervensystem. Probieren Sie es also mal, einen Fisch zu scannen!

Haben Sie eine Glasscheibe?

Falls Sie eine besitzen, benutzen Sie doch diese für einen Fisch-Scan. Legen Sie den Fisch auf das Glas, um ihn von unten zu scannen. Stellen Sie sicher, dass Sie ein Referenzobjekt für einen fließenden Übergang von der Unter- zur Oberseite haben oder für die Verknüpfung, falls Sie in mehr als einem Durchgang scannen möchten.

Diese Methode funktioniert gewöhnlich am besten bei Objekten mit einer einfachen Oberflächenstruktur, da Kurven und die transparente Oberfläche des Glases die Bewegungen des Scanners begrenzen werden.

Die Grenzen einer bekannten Anwendung überschreiten

Um die Ungleichmäßigkeiten zwischen zwei (oder mehreren) Fusionen mit ähnlichen aber nicht exakt gleichen Oberflächen auszugleichen gibt es die Nicht-rigide Ausrichtung. Die meisten Anwender glauben, dass dieser nur hilft, wenn man Personen scannt, die sich während des Vorgangs bewegen. Tatsächlich sollte der Algorithmus auch angewendet werden, wenn das Objekt seine Form in der Zeit zwischen den Scans verändert.

Um den Algorithmus anzuwenden, nehmen Sie mehrere Scans vor und lassen Sie dann den feinen, den globalen und den Fusionsalgorithmus separat über jeden Scan laufen. Je weniger das Objekt in der Zwischenzeit seine Form ändert, desto besser. Wählen Sie dann alle Fusionen aus, Klicken Sie auf „Verknüpfung“ und wählen Sie „Nicht-rigide Ausrichtung“. Markieren Sie das zusammengefügte Modell, das Sie unverändert belassen wollen als registriert und beginnen Sie, alle mit ihm zusammenhängenden Fusionen zu verknüpfen.

Um den Vorgang zu beschleunigen können Sie einige der überlappenden Oberflächen ausradieren, aber löschen Sie nicht zu viel. Letztlich haben alle Fusionen eine ähnliche Form. Verknüpfen Sie diese am besten mit der Sharp Fusion (Genauen Verknüpfung) und benutzen Sie den kleinen Fusionsparameter (0,5 oder 0,8).

Bedenken Sie aber, dass die Nicht-rigide Ausrichtung die Methode ist, die am meisten Zeit in Anspruch nimmt und dass Ihr Endresultat eventuell nicht 100%ig mit dem Original übereinstimmt.