Schockierend lebensechte Silikonmasken nach 2 Minuten 3D-Scanning

Zusammenfassung: Ein Museum in Cagliari, Italien, hatte handgefertigte Figuren von Barack Obama, Monica Bellucci, dem Papst und anderen geschaffen, jedoch wurden die Gesichter nicht ganz so realistisch, wie gewünscht. Die Spezialisten beschlossen haben, 3D-Scanner zu nutzen, um ihrer Arbeit den Feinschliff zu verleihen.

Das Ziel: Mit einem tragbaren, Strukturlicht-3D-Scanner hochpräzise 3D-Modelle von Menschen zu erstellen, aus denen dann lebensechte Silikonmasken hergestellt werden.

Verwendete Werkzeuge: Artec Eva, Artec Studio

Sehen Sie sich diese Gesichter an. In der Mitte sehen Sie einen echten Menschen und auf der linken Seite eine Pudermaske, die mit Hilfe eines Artec MHT 3D Scanners erstellt wurde. Dies ist der erste Schritt um Silikonfiguren zu erstellen – perfekte Kopien von berühmten Persönlichkeiten unserer Zeit, wie die Silikonmaske auf der rechten Seite.

Das Museum Planetarium of Unione Sarda in Cagliari (Italien) hat bereits handgefertigte Figuren von Barack Obama und Monica Bellucci in seiner Sammlung.

Jedoch haben die unvollkommenen Ähnlichkeiten der Figuren zu den lebenden Personen die Maskenhersteller dazu bewogen, die 3D Technologie bei ihrer Arbeit zu verwenden. Das Unternehmen 3DDD, welches, neben weiteren Tätigkeiten, Silikonfiguren produziert, erwarb einen Artec MHT Scanner. Mit Hilfe des Scanners hofft 3DDD die größtmögliche Ähnlichkeit zwischen den Puppen und den Originalen zu erhalten.

Der experimentelle Prozess

Der 3D Scanner wird im ersten Schritt der Arbeit benötigt um ein dreidimensionales Bild zu erhalten. Das Scanprozess selbst dauert nur wenige Minuten und die anschließende Nachbearbeitung in Artec Studio beträgt ca. eine Stunde.

1) echte Person, 2) Digitales Modell, 3) Fertigstellung der, 4) fertige

Um die Farbe zu verbessern werden die Bilder nach dem Scannen mit Meshlab bearbeitet und mit Hilfe von Rhino wird ein Prototyp des Gesichts erstellt. Ein 3D Drucker druckt anschließend die Pudermaske.

Die nachfolgenden Aufgaben werden von Elena Sardelli und Danilo Carignola (CreaFX) aus Florenz (Italien) durchgeführt, die sich auf die Erstellung von Silikonmasken spezialisiert haben.

1) Knetmaske, 2) unbearbeitete Silikonmaske, 3) Pudermaske, 4) fertige Silikonmaske

Ton wird verwendet um einen Negativabdruck zu erstellen, in den dann das Silikon gegossen wird. Die Maske wird mit der Hand bemalt, Augen werden angebracht und Augenbraun und Haare werden Stück für Stück angeklebt. Ist die Maske fertig, wird sie an einer Puppe befestigt.

Vorherige Arbeit

Bevor der Scanner erworben wurde, wurde ein Prototyp von Oleg Koreyba aus Kiew (Ukraine) mit Hilfe eines digital erstellen 3D Modells erstellt.

1) echte Person, 2) Digitales Modell, 3) Pudermaske, 4)Silikonmaske, 5)vollständige Figur

Der anschließende Arbeitsablauf ist prinzipiell nicht viel anders als sie es jetzt machen, aber anhand der Bilder erkennt man, wie unterschiedlich die erhaltenen Ergebnisse sind. Dies ist wenig verwunderlich, da man die gleichen Unterschiede zwischen einer lebenden Person und einem gemalten Porträt erkennen kann.

Zukünftige Arbeiten

Das Projekt ist noch im Aufbau.

Eigentümer des Unternehmens, Filippo Di Todaro, sagte, dass der Hauptvorteil des Scanners die Verwendung eines normalen Blitzes sei. Um eine Maske mit einem Gesichtsausdruck zu erstellen muss die Person mit offenen Augen gescannt werden, was mit einem Laserscanner unmöglich ist.

Filippo hat außerdem die Leichtigkeit des Scanners bemerkt, durch die er einfach zu transportieren und zu benutzen ist. Weiterhin ist die Scangeschwindigkeit zu beachten: es dauert nur wenige Minuten und ist weniger invasiv als der traditionelle Tonabdruck.

Aus der Vielzahl von Artec Scannern hat Filippo das MHT 3D Modell gewählt: dieses Modell wird benötigt, um hochwertige Farbscans von Gesichtern zu erhalten.

Jedoch hat sich gezeigt, dass man den Artec S 3D Scanner benötigt um jedes kleine Detail eines Gesichtsausdrucks abzubilden. Dieser hat eine sehr hohe Genauigkeit mit einer Auflösung von 0,2mm, welches es dem Gerät erlaubt mit kleinen Objekten zu arbeiten.

Eine Kombination dieser beiden Scanner wird es Filippo ermöglichen einen so hohen Grad an Ähnlichkeit zu erreichen, dass die Figuren auf den ersten Blick für echte Menschen gehalten werden könnten.

Wir verfolgen die zukünftigen Aktivitäten von 3DDD mit großem Interesse und werden die neuen Kreationen sicher zeigen.