Maßgeschneiderte ergonomische Matratzen und Kissen für Behinderte

Zusammenfassung: Ein niederländischer Hersteller von Spezialprodukten für Behinderte entschied sich für 3D-Scannen, um maßgeschneiderte ergonomische Matratzen und Sitzkissen für Rollstühle herzustellen.

Das Ziel: Aus dem Scans von Vakuummatratzen, auf die sich die Kunden entweder gesetzt oder gelegt haben, präzise 3D-Modelle zu erstellen. Die Matratzen werden gescannt, CAD-Modelle erstellt und schließlich die endgültige Matratze bzw. das Sitzkissen gefräst.

Verwendetes Werkzeug: Artec L

Vor einigen Jahren hat der niederländische Hersteller von kundenspezifischen Produkten für Behinderte, Kersten Revalidatietechniek, beschlossen, sein Geschäft zu erweitern. Kersten produzierte bereits hochwertige Produkte, die es Personen mit beschränkten körperlichen Fähigkeiten erlaubt, das Leben zu genießen. Das Unternehmen ist für kundengerecht angefertigte Pkws bekannt, die den Kunden die Unabhängigkeit bieten, die ein Auto liefern kann.

Um die Produktlinie zu erweitern, wollte das Unternehmen kundenspezifische Matratzen für Behinderte sowohl für den Rollstuhl als auch das Bett herstellen. Nachdem sie Erkundungen über verfügbare Technologien eingeholt hatten, entschloss sich das Unternehmen einen Artec L Scanner zu erwerben und mit der Arbeit zu beginnen.

So läuft ihr Verfahren ab:

Fast fertiger kundenspezifischer Rollstuhl.

Kundenspezifische Orthese nach dem Fräsen.

  1. Ein Patient begibt sich zu Kersten oder ein Mitarbeiter besucht den Patienten zu Hause.
  2. Eine spezielle Vakuummatratze wird verwendet.
  3. Der Patient legt oder setzt sich auf die Matratze und die Luft wird herausgesaugt. Die Matratze hat nun die Form der Rückseite des Patienten.
  4. Die Matratze wird mit dem Artec L Scanner gescannt und das 3D Modell in die VX Software (von ZW3D entwickelt) importiert. Scannen dauert weniger als 5 Minuten und die Nachbearbeitungszeit beträgt ungefähr 20 Minuten für eine Bettmatratze bzw. 10 Minuten für eine Sitzmatratze.
  5. Mit der Software wird aus der Datei eine geeignete CAD Datei erstellt und ist nun fertig um gefräst zu werden.
  6. Das CAD Modell wird in die Eureka Software importiert, welche genutzt wird um einen sinnvollen Weg für die Fräsmaschine zu ermitteln.
  7. Das Modell wird mit einem Motoman robot (model - Es165N) gefräst.
  8. Die kundenspezifische Matratze zu fräsen dauert ungefähr 1,5 Stunden.

Während unseres Besuchs in der Einrichtung hat Leon Schroen, Kersten’s Workshop Manager, uns berichtet, dass das Unternehmen sehr glücklich mit dem Artec L Scanner sei und ihr einziger Verbesserungsvorschlag sei ein Start/Stopp Knopf auf dem Scanner. Das würde ihn einfacher zu benutzen machen. Wir bei Artec schätzen jedes Feedback und arbeiten daran unsere Scanner ergonomische perfekt zu fertigen.