Restaurierung einer alten Römermaske mithilfe von Artecs EVA

20/07/2014

Auf 3D HUBS wurde eine einzigartige Geschichte über die Restaurierung eines antiken Artefakts veröffentlicht - das fehlende Teil konnte mithilfe des Artec EVA Scanners und 3D Drucktechnik rekonstruiert werden.

Der archäologische Restaurierungsfachmann Ronny Meijers arbeitet mit Arma Factory’s Hub (einer 3D-Druckzentrale) in Arnhem an der Restaurierung eines Artefakts aus der Sammlung des Valkhof Museums in Nijmegen. Das Artefakt ist eine Maske mit Visier, die Teil eines antiken Römischen Helms ist. Der Helm wurde in den 1980er Jahren in einer Militärsiedlung gefunden; leider fehlte die linke Seite.

Mithilfe seiner Kollegin Vivianne Veenemans (Inhaberin von 3Dsculptuur.nl) schaffte es Ronny, die rechte Hälfte des Visiers und die Kante des fehlenden Teils zu scannen. Danach drehte er den gescannten Ohrenteil und die Schnittkante des Visiers und verband sie mit der Schnittkante der linken Seite. Letztlich erzielte er so ein ausdruckbares 3D Model des fehlenden Teils. Vivianne benutzte dann einen Artec 3D Scanner und die mitgelieferte Software Artec Studio, um den Scannvorgang abzuschließen.  Der Scannprozess selbst war recht einfach, da das 3D-Scanngerät handgeführt ist und frei um das Objekt herum bewegt werden konnte.

Sobald das 3D-Model vervollständigt war, wurde das fehlende Teil mit einem Zcorp „Pulverbett“-Drucker ausgedruckt, der vollfarbigen Sandstein verwendet. Laut Arma Factory’s Hub ist ein Zcorp-Drucker hervorragend für eine solche Arbeit geeignet, da durch sehr dünne Schichten mit einer Dicke von unter einem Zehntel Millimeter eine sehr hohe Qualität erreicht werden kann – so ist es noch nicht einmal sichtbar, dass es sich um einen 3D-Ausdruck handelt. Die Qualität ist jedoch nur  einer der Vorteile eines Zcorp-Druckers – ein weiterer ist die Verwendung eines Puderbettes, welches es ermöglicht, jeden beliebigen Teil aus jedem Winkel auszudrucken, sowohl schwebend als auch feststehend. Allein die Dicke muss beachtet werden, da eine Stärke von 2 Millimetern benötigt wird, um den Ausdruck stabil genug für die Handhabung zu machen.

 

„Schon immer wollte ich die Maske vervollständigen, aber bisher gab es keine Reproduzierungstechniken, um ein Spiegelbild des rechten Ohres anzufertigen und eine Modellierung der linken Gesichtshälfte hätte zu viel Zeit in Anspruch genommen“, sagte Ronny. „Seit Kurzem ermöglichen 3D-Scann- und Drucktechniken eine nicht nur schnelle sondern auch bezahlbare Restaurierung“.

 

Zuerst veröffentlicht am 10. Juli 201 auf 3D HUBS