Anpassen von Fahrzeugen mit Artec 3D-Scannern

Zusammenfassung: Ein Unternehmen, das sich auf die automatische Anpassung spezialisiert hat, entschied sich für 3D-Scannen, um die für Projekte benötigte Zeit zu verkürzen und gleichzeitig den Designern mehr Flexibilität und mehr Möglichkeiten für die Arbeit mit ihren Entwürfen zu geben.

Das Ziel: Mit einem tragbaren 3D-Scanner Autos zu scannen, dann 3D-Modelle von ihnen in AutoCAD und SOLIDWORKS zu importieren, wo die gewünschten Änderungen vorgenommen werden, dann die Sicherheit/Ergonomie des Modells zu überprüfen, die Genehmigung des Kunden einzuholen und die benötigten Teile zu erstellen und zu installieren.

Verwendete Werkzeuge: Artec MHT, Artec Studio, AutoCAD, SOLIDWORKS

Das Vladimir Autofachzentrum ist seit 2003 in Betrieb. Das Unternehmen hat sich auf die exklusive Arbeit von Auto Sonderanfertigungen spezialisiert. Sie kreieren wahrlich einzigartige Designs für Innenausstattungen und verwandeln große Offroad Fahrzeuge und Minivans in mobile Büros. Seit Inbetriebnahme hat das Unternehmen mehr als 2500 Autos umgebaut.

Seit kurzem verwendet der Sonderausstatter den Artec MHT Scanner, um die Zeit, die an jedem Objekt gearbeitet wird, zu verringern. Anstatt selbst einen Entwurf zu zeichnen, scannen die Designer zunächst das Auto um dann dem 3D Modell die durch den Kunden geforderten Änderungen hinzuzufügen. Zeit wird gleichzeitig beim Entwicklungsprozess des Projekts gespart, da nun nur noch das 3D Modell in eine spezielle Testsoftware exportiert werden muss, was zuvor von den Designern durchgeführt wurde.

Arbeitsablauf:

1. Automobil wird vollständig gescannt

Normalerweise dauert es zwei Stunden ein Auto zu scannen und weitere 6-8 Stunden Bearbeitung mit der Artec Studio Software. Generell ist das Scannen eines Autos für jeden Scanner eine schwierige Aufgabe. Das Hauptproblem sind die vielen glänzenden Details, die Größe des Objekts und die hohe Anzahl flacher Oberflächen ohne besondere Geometrie. Als Folge erhält man selten ein Modell bei dem alle Details ohne Unstimmigkeiten perfekt zusammenpassen. Der Artec MHT Scanner ist in der Lage dies zu machen. Probleme treten lediglich in Bereichen auf, wo unzureichende geometrische Daten des Objekts vorliegen. In diesem Fall zeichnet ein Mitarbeiter des Sonderausstatters kleine X mit einem Filzstift ein. Diese Methode ist sehr schnell und nach dem Scannen reicht es aus, diese abzuwaschen. Es ist daher nicht notwendig, die Oberfläche des Objekts mit speziellen Markern zu kennzeichnen.

2. Die Designer nutzen die Auto Cad und SolidWorks Software um die geforderten Änderungen am Modell vorzunehmen.

3. Ingenieure nutzen die SolidWorks Software um die Sicherheit und Ergonomie des Modells zu überprüfen.

4. Der Kunde genehmigt das Projekt.

5. Mittels industriellen Schneide- und 3D Fräsmaschinen werden Details erstellt

6. Teile werden zusammengesetzt

Laut den Mitarbeitern des Unternehmens, erlaubt ihnen die Nutzung des Artec MHT Scanners den technischen Ablauf zu beschleunigen und zu vereinfachen. Zuvor mussten sie alle Messungen mit Hilfe eines Maßbands durchführen und diese Messungen aus Gründen der Reliabilität mehrfach wiederholen. Auf Basis dieser Messungen und den Anforderungen des Kunden, zeichnete der Designer einen Entwurf, welcher zu einer Technik- und Design Studie eingereicht und in Hinblick auf die Sicherheit und Ergonomie überprüft wurde. Erst danach gab der Kunde seine endgültige Zustimmung zum Design und die Arbeit am Auto konnte beginnen.

Seitdem das Unternehmen den 3D Scanner verwendet, konnte die Zeit von der Erstellung des Designs bis hin zur Zustimmung des Kunden fast halbiert werden.

Das untenstehende Video zeigt, wie Mitarbeiter des Autofachzentrums einen BMW der 7er Serie für ihr nächstes Projekt scannen.