Evas Genauigkeit

16/04/2013

Bei Artec machen wir keine leeren Versprechunge, und unsere technischen Spezifikationen sind keine einmaligen Laborleistungen. Von nun an wird jeder Artec Eva 3D-Scanner mit einem Genauigkeitszertifikat geliefert, das den bekannten und anerkannten VDI/VDE-Prüfstandards entspricht.

Wenn Sie einen Scanner kaufen, erhalten Sie ein Zertifikat, welches bescheinigt, dass dieser Scanner werkseitig geprüft wurde und eine Punktgenauigkeit von mindestens 100 Mikron erreicht, wie unter den Richtlinien der VDI/VDE 2634 beschrieben.

Und was haben wir so gemacht?

In den letzten Jahren haben wir an der Verbesserung der Genauigkeit und Konstanz unserer Hardware-Leistung gearbeitet. Erst im November letzten Jahres erzählten wir Ihnen von unserem Algorithmus zur Temperaturanpassung (mehr dazu weiter unten). Dieser verbesserte die Genauigkeit über Zeit/Distanz deutlich, da die Scannerdaten nicht mehr von den Innentemperaturen des Scanners beeinflusst wurden. Wir arbeiteten auch an der Verbesserung der werkseitigen Kalibrierungsverfahren und verbesserten die gegenseitige Verzerrungskorrektur von Kamera und Projektor.

Die Prüfung und das Zertifikat.

Jedes Zertifikat zeigt die Testergebnisse für jeden einzelnen Scanner. Das Referenzobjekt (eine Ebene mit 5 Halbkugeln) wird gescannt und die Screenshots werden im Zertifikat selbst bereitgestellt. Sie können sehen, dass der Fehler in einem Frame innerhalb der zugewiesenen 0,1 mm (2 Sigma) liegt. Dieser Test wird in einem Abstand von 600 mm vom Objekt durchgeführt.

Darüber hinaus wurde an der Verbesserung einiger der Bildfilteralgorithmen gearbeitet. Das bedeutet, dass die Halbkugeln besser identifiziert und genau dargestellt werden. Jedes Zertifikat enthält Messungen zwischen den Kugeln und dem Radius jeder Kugel. Nur Scanner, die weniger als 0,16 mm Fehlerbereich aufweisen, bestehen die QS (3 Sigma). 

Mehr über die Temperaturregelung (noch mehr Schlaumeierwissen) und die Frage der Genauigkeit über die Distanz

Die Tatsache, dass Eva mit einem integrierten Temperaturmessgerät ausgestattet ist, bedeutet, dass wir Temperaturschwankungen per Software korrigieren können. Theoretisch, und das gilt für alle Scanner auf dem Markt, sollten Sie, um die genauesten Ergebnisse zu erhalten, scannen, während die Innentemperatur des Scanners genau so ist, wie sie bei der Werkskalibrierung war.

Denken Sie daran: Nur ein Unterschied von fünf Grad zwischen der Innentemperatur während der Kalibrierung und während des Scans kann dazu führen, dass sich die Kamera um bis zu 30 Mikrometer verschiebt. Dies wiederum kann zu einem Fehler von bis zu 0,3 mm in jedem Frame führen. Das bedeutet, dass Sie auf einem 1-Meter-Objekt einen Fehler von 1,5 mm akkumulieren können!

Unser Ziel war es, diesen Fehler zu beheben. Wir wollen nicht, dass unsere Kunden warten müssen, bis sich der Scanner erwärmt oder abkühlt. Wir wollen nicht, dass Sie dieses Thema überhaupt beschäftigt. Wie soll man auch erahnen, welche Temperatur die Kiste gerade hat?

Deshalb haben wir den bereits erwähnten Temperaturalgorithmus entwickelt. Die Software überwacht die Innentemperatur und passt die Ergebnisse entsprechend an, so dass der Fehler deutlich reduziert wird. Wir haben einen   Scanner getestet und festgestellt, dass das Gerät über einen Meter nicht mehr als 0,3 mm (1 Sigma) ansammelt. Das Referenzobjekt, an dem wir getestet haben, wurde zunächst mit Hilfe eines KMGs mit einer geforderten Genauigkeit von 7 Mikron gemessen.

Jeder Scanner wird mit einem Genauigkeitszertifikat geliefert. Sie können es von Ihrem Konto unter my.artec3d.com herunterladen. Falls Sie noch mehr Informationen benötigen, können Sie uns einfach eine Nachricht schicken. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.